Vereinsnetzwerk

Die Bad Griesbacher Vereine vernetzen sich

Offen sein, zusammenarbeiten, gemeinsam etwas auf die Beine stellen – dafür wollen die Bad Griesbacher Vereine ein eigenes Netzwerk aufbauen. Das erste Treffen war mit fast 40 Teilnehmern sehr gut besucht und hat das Interesse der Vereinsvertreter geweckt. Im Mittelpunkt standen neben organisatorischen Fragen vor allem die Vorstellung des Kreisjugendrings sowie verschiedene Fördermöglichkeiten für Vereine.

 

„Unsere 80 Vereine sind eine unserer großen sozialen und gesellschaftlichen Stützen in Bad Griesbach. Wenn wir hier gemeinsam einen Beitrag leisten können, die Vereinsarbeit zu erleichtern, kann ich das nur unterstützen“, stimmte Bürgermeister Jürgen Fundke zu Beginn des Treffens im Kleinen Saal ein. Gemeinsam mit der Gemeindejugendpflegerin Sandra Straube sei aus den Reihen der Vereine die Idee entstanden, ein Vereinsnetzwerk zu gründen. „Um die Arbeit zu erleichtern, Informationen weiterzugeben, Ansprechpartner zu vermitteln und Erfahrungen auszutauschen. Alle Vereine sollen davon profitieren können, alle Altersgruppen, alle Themenbereiche, Neubürger genauso wie Einheimische“, brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.

Auf der neuen Homepage der Stadt sei das Thema „Vereinsnetzwerk“ bereits angelegt. „Ich freue mich darauf, diese Seiten gemeinsam mit Ihnen zu füllen“, betonte auch Georg Greil, der stellvertretende Bürgermeister und Jugendbeauftragte der Stadt. Er bedankte sich bei Sandra Straube als Initiatorin des Projektes. Beschäftigt beim Kreisjugendring und von der Stadt engagiert, ist sie zehn Stunden im Monat vor Ort und unterstützt im Rahmen der offenen Jugendarbeit vor allem auch Vereine.

Bei einem Gespräch mit Skiclub-Präsident Claus Nömeier entstand die Idee zum Vereinsnetzwerk. Vorbild war der „Skiclub 3000“, einem Zusammenschluss von elf Skiclubs aus der Region. „Auch hier haben wir erlebt, dass durch Miteinanderreden, gegenseitiger Austausch und gemeinsamen Absprachen vieles leichter geht und auch viel zu erreichen ist“, schaute Nömeier auf die dort bereits erfolgreiche Entwicklung zurück.

Und genau so soll sich auch das Bad Griesbacher Vereinsnetzwerk entwickeln. Darin stimmten die Teilnehmer der Sitzung mit ein. Zweimal im Jahr soll ein Treffen stattfinden. Folgende Themen wurden vorgeschlagen und der Reihe nach gewichtet: Rechtliches (Haftung und Versicherungen), Infos zur neuen Datenschutzverordnung, ein gemeinsamer „Tag der Vereine“, Zusammenarbeit im Bereich Jugendarbeit, Zusammenarbeit mit weiteren Netzwerken (z.B. mit Unternehmern/BNI Ostbayern).

Als Thema der ersten Sitzung berichtete Georg Greil zunächst über die Förderrichtlinien durch die Stadt Bad Griesbach. Es gibt dazu einen Stadtratsbeschluss, der die Vergabe von Zuschüssen bei  Vereinsjubiläen, Baumaßnahmen oder Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung regelt. „Konkrete Anfragen werden aber auch jederzeit im Rathaus beantwortet“, so Greil.

Für viele überraschend war die Vielfalt der Aufgaben- und Arbeitsgebiete des Kreisjugendrings Passau, die der Vorsitzende Bernhard Gruber vorstellte. So kümmert sich der KJR um verbandliche und offene Jugendarbeit, sorgt für den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, bietet Umweltbildung und Teamtraining an, engagiert sich in der Gemeindejugendpflege und betreibt das Jugendzeltdorf am Rannasee. Es gebe Förderungen in sechs verschiedenen Bereichen: Jugendbildungen und Freizeiten, Internationale Jugendbegegnungen, Renovierung & Ausstattung, Geräte & Materialien, Grundförderung sowie Projektarbeit & Aktivitäten. Ausführliche Infos und Ansprechpartner gibt es auch unter www.kjr-passau.de oder auf der Homepage der Stadt Bad Griesbach unter Rathaus, Vereine, Vereinsnetzwerk. Der Termin für das nächste Vereinsnetzwerke-Treffen wird dort und über die Presse bekannt gegeben.